Tarifvertrag rheinland pfalz sicherheitsgewerbe

Generell betonen die Arbeitgeberverbände, dass Tarifverträge nur angemessene Mindeststandards vorschreiben sollten. In dieser Hinsicht würden die Standards einerseits die leistungsschwachen Unternehmen nicht überfordern und andererseits zu leistungsschwachen Unternehmen führen, um zusätzliche Lohnvereinbarungen zu treffen. Der AVR sieht in der Ausweitung der VPS im Rahmen von Tarifverträgen mit mehreren Arbeitgebern eine Voraussetzung für die Einleitung einer regulären Tarifrunde mit Ver.di. Im genossenschaftlichen Bankensektor haben Ver.di und der entsprechende Arbeitgeberverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (AVR) seit 2006 keine neue Lohnvereinbarung erzielt. Die Sozialpartner waren nicht in der Lage, ihre gegensätzlichen Positionen in Bezug auf den Anteil der Lohnanteile, der variieren kann, zu überwinden. Die Antworten auf die WSI-Betriebsratsumfrage deuten jedoch darauf hin, dass rund 10 % aller Betriebe mit 20 oder mehr Beschäftigten 2004/2005 die in einem Tarifvertrag festgelegten regulären Lohnstandards nicht einhielten. Darüber hinaus wurden in etwa 7 % der Betriebe nicht genehmigte Ausnahmeregelungen in Bezug auf jährliche Bonuszahlungen und für andere Prämien in weiteren 4 % ausgewiesen. Die Unternehmen im NACE-Abschnitt O (90, 91, 92, 93) weichen den Angaben zufolge am häufigsten ab (24 %). Da Betriebsräte berechtigt sind, verbindliche Tarifstandards durchzusetzen, haben die Betriebsräte der betroffenen Unternehmen die Ausnahmeregelung offensichtlich stillschweigend akzeptiert. Der Auftrag zur Kurzarbeit erfordert eine gesonderte Rechtsgrundlage in Form einer entsprechenden Regelung in einem Tarifvertrag, in einem Betriebsvertrag oder im jeweiligen Arbeitsvertrag. Liegt eine solche Regelung nicht vor, kann nachträglich zusätzlich zu ihren Arbeitsverträgen eine entsprechende Vereinbarung mit den Arbeitnehmern auf individueller Basis geschlossen werden.

Zu den wichtigsten Industriezweigen gehören der Chemiesektor, der Pharmasektor, der Fahrzeug- und Maschinenbau sowie der Lebensmittelsektor und insbesondere der Wein, wobei letztere die Position des Staates als Deutschlands führender Weinproduzent sowohl im Hinblick auf den Weinanbau als auch auf die Weinexporte widerspiegelt.

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