Tarifvertrag bau west

Eine allgemeine Herausforderung war der Rückgang der Mitgliederzahlen in Arbeitgeberorganisationen aufgrund von Schwierigkeiten bei der Organisation junger Einrichtungen, kleiner und mittlerer Unternehmen und Unternehmen in jungen Wirtschaftssektoren. Daher haben sich die meisten branchenübergreifenden Arbeitgeberorganisationen dazu entschlossen, eine Mitgliedschaft ohne die verbindliche Verpflichtung zur Anwendung der branchenlichen Tarifverträge (die so genannte Mitgliedschaft ohne Tarifbindung, oT) anzubieten. Arbeitgeberorganisationen veröffentlichen in der Regel keine Aufschlüsselung der verschiedenen Arten von Mitgliedern. Eine Ausnahme bildet die Arbeitgeberorganisation der Metallbranche, Gesamtmetall, die berichtete, dass die Mitgliedsunternehmen mit oT-Mitgliedschaft 2016 die anderen Mitgliedstypen leicht übertrafen. Tarifverträge können entweder nach dem Tarifvertragsgesetz oder nach dem Entsendegesetz verlängert werden. Im Rahmen des ersten können die Bundes- und die regionalen Arbeitsminister eine Vereinbarung verlängern, wenn die Verlängerung von einem zweiteiligen Lohnausschuss genehmigt wird. Nach dem Entsendegesetz kann der Bundesarbeitsminister auf ein Plädoyer der Tarifpartner reagieren und eine Branchenvereinbarung auf die nationale Ebene ausdehnen. Ab 2017 sind Tarifverhandlungen und Betriebsratsabdeckung enden in der Kernzone des Systems der Arbeitsbeziehungen – große Fertigungsunternehmen – noch immer stark und im privaten Dienstleistungssektor deutlich schwächer. In Westdeutschland sind rund 41 % aller Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe tarifvertraglich betroffen und werden auch durch einen Betriebsrat vertreten – gegenüber nur 19 % aller westdeutschen Dienstleistungsbeschäftigten und nur 11 % aller Bauarbeiter (Daten aus dem Jahr 2016 – Kohaut/Ellguth 2017). Die ZVK gewährt den pensionierten Bauarbeitern/-beschäftigten eine sogenannte Zulage.

Diese Zulage wird zusätzlich zur Alters- und Invalidenrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt. Die Höhe der Beihilfe richtet sich nach dem Alter des Versicherten und der abgeschlossenen Wartezeit. Die Zulage für Arbeitnehmer und Arbeitnehmer im westdeutschen Baugewerbe beträgt von mindestens 51,90 € bis maximal 88,70 €.

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